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Um die Zeit 20 000 bis 4 000 v. Chr.
siedelten erstmals Menschen im Küstengebirge der spanischen
Levante, da sie besonders Höhlenreich war. Die Hinterlassenschaften
dieser ersten Siedler in dieser Region sind spektakuläre
prähistorische Felszeichnungen (zumeist Strichfiguren) die in
den Höhlen zu finden sind, ebenfalls aber auch in Schluchten
und unter Felsvorsprüngen.
3 000 Jahre später gründeten Phönizier erste
Handelslager an einigen Orten entlang der südlichen
Mittelmeerküste. Gefolgt wurden diese von Griechen.
In der Zeit von 1 000 bis 250 v. Chr. hatten diese Kulturen
einen besonders hohen Einfluß auf die einheimischen Menschen,
welche man Iberer nennt. Der Streit um die Ortschaft Sagunt löste
im Jahre 218 v. Chr. den "Zweiten Punischen" Krieg zwischen Karthago
und Rom aus. So gewannen die Römer die Vorherrschaft in der
Region sowie der ganzen Iberischen Halbinsel. Während
dieser römischen Herrschaft wurde eine Sklavenhalteordnung
durchgesetzt, so wurde eine rasche Romanisierung erzielt.
Im dritten Jahrhundert n. Chr. fielen
"Barbaren" ein und in der selben Zeit breitete sich auch das
Christentum aus. Im fünften Jahrhundert wurde Spanien
Schritt für Schritt von Westgoten erobert.
708-714 eroberten arabische Reiterheere Südspanien. Sie brachten die Technik von
Bewässerungssystemen mit und verwandelten Levante in eine
blühende Gartenlandschaft. Im elften Jahrhundert zerfiel jedoch
das maurische Reich in viele kleine Königreiche
so entstanden die Königreiche von Valencia und Dénia.
Der Söldner Rodrigo Diaz de Vivar "El Cid" eroberte 1093 unter
der christlichen Flagge Valencia.
Zweihundert Jahre später gliederte Jaume I.
Valencia an das Königreich Aragón an. Während des
fünfzehnten Jahrhunderts blühte Valencias Wirtschaft.
Araber schafften es jedoch unter der Herrschaft der Katholischen
Könige die Macht wieder zurück zu erobern. 1609 begann die
Vertreibung der Mauren durch Felipe III., eine Folge war der Rückgang
der Wirtschaft und Landwirtschaft. Im spanischen Erbfolgekrieg
zwischen 1701 und 1714 verlor Valencia bis dahin dagewesene Sonderrechte.
Alfonso XII. wurde im Jahre 1874 in Sagunt zum
König der ersten Republik Spanien gekrönt. Es folgte eine
Zeit mit vielen politischen Unruhen und Wirren.
Am 17.7.1936 wurde von Franco und anderen Generälen ein faschistischer
Putsch durchgeführt. Dies war die Ursache für den spanische
Freiheitskampf in den Jahren 1936 bis 39. Anarchisten und Sozialisten
hielten die Truppen Francos in Castelló, Valencia und Alicante auf.
Valencia wurde daraufhin vorübergehend Sitz der
republikanischen Regierung. Die letzten Widerstandstruppen erlitten jedoch
eine Niederlage am 31.3.1936 in Alicante, das Ende des Bürgerkrieges
war die Folge. Die nun folgenden Jahre der Diktatur sind seit
den 50er Jahren von einem Touristenboom in Spanien gekennzeichnet.
1977 wurden nach dem Tode Francos die ersten
allgemeinen Wahlen seit 41 Jahren durchgeführt. Mit der
Wiederherstellung der Demokratie erhielt Valencia dann einen
Autonomiestatus.
Ende des 20. Jahrhunderts bereitete das Land
Valencia seinen Weg ins neue Jahrtausend mit neuen, hochmodernen
Bauwerken wie dem L'Hemisferi von Santiago Calatrava und dem
Kongreßpalast von N. Foster vor.
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